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Vortrag Korea 2006Asiatische GermanistInnentagung: „Kulturwissenschaftliche Germanistik in Asien“Veranstaltungsort: Seoul National Universität (Seoul, Korea), 28.8. – 31.8.2006http://asia2006.german.or.krAsiatische GermanistInnentagung, Sektion 8 B "Kultur im DaF-Unterricht", 30.8.2006, 15 - 18 Uhr, Raum 202 "Landeskunde (Kulturvermittlung) in asiatischen DaF-Lehrwerken auf Grundstufenniveau - Lehrwerkgestaltung zwischen didaktischem Wunschdenken und praktikabler Realität"Martina Gunske von Kölln Fukushima Universität (Japan)KontaktDiskussionsergebnisIn einer über Ländergrenzen hinaus gehenden kontroversen Diskussion, die Gemeinsamkeiten in verschiedenen asiatischen Ländern aufgezeigt hat, war man sich einig, dass Lehrbücher deutscher Lehrbuchverlage europazentriert sind und nur schwer im asiatischen Lernraum einsetzbar sind. Dem sollte man durch regionale Lehrwerke, die professionell erstellt werden, entgegen wirken. Zukünftig sollen Lehrwerke konzipiert werden, die für den Einsatz in Asien geeignet sind. Angesichts des Aufwandes, der mit einem gut durchdachten Lehrbuch einhergeht, kam man zu dem Entschluss, in länderübergreifenden Kooperationsgemeinschaften ein gemeinsames Lehrbuch zu entwickeln, das den unterrichtlichen Rahmenbedingungen der Beteiligten Rechnung trägt und den Bedürfnissen der Lernenden entgegen kommt. Details siehe DaF in Asien.
Power Point Präsentation & Handout
VortragsresümeeIn meinem Beitrag geht es um die Thematisierung von Landeskunde / Kulturvermittlung in Lehrwerken für den Grundstufenbereich. Ausgehend von der Situation in Japan (Teil 1) soll die Thematik auf den Großraum Asien (Teil 2) übertragen werden.In Japan besteht der größte Teil von Deutschlernenden aus HörerInnen? aller Fakultäten, d.h. Lernenden, die Deutsch nicht im Rahmen eines Fachstudiums studieren, sondern als Wahlpflichtsprache für ein bis zwei Jahre. Vor diesem Hintergrund sind u.a. die folgenden Punkte Untersuchungsgegenstand: Welche Themen werden im Landeskundebereich im Lehrbuch angesprochen, wird ein aktuelles oder antiquiertes bzw. ein realistisches oder idealistisches Gesellschaftsbild präsentiert, spielen authentische Materialien zum Transport von Kulturvermittlung eine Rolle, welche Textsorten werden hierfür benutzt bzw. in welcher Form wird der Stoff aufbereitet, wird er in Verbindung mit der Spracharbeit vorgenommen oder vom übrigen Sprachpensum abgekoppelt? Mit der Frage, ob das Angebot im Lehrbuch der Zielgruppe gerecht wird, gehe ich zum zweiten Teil meines Beitrages über, nämlich der Problematik, anspruchsvolle Inhalte mit rudimentären Sprachkenntnissen auf Seiten der Lernenden in Einklang zu bringen. Welchen Stellenwert nimmt dabei die Authentizität ein? Wie kann die Anbindung an vorhandenes Wissen der Lernenden realisiert werden? Ein konkretes Beispiel eines möglichen Konzepts wird vorgestellt, um es mit den Zuhörenden auf seine Realisierbarkeit hin abzuklopfen. Im Idealfall entsteht eine über Ländergrenzen hinaus gehende kontroverse Diskussion, die zum Ergebnis hat, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in verschiedenen asiatischen Ländern aufzuzeigen. Damit soll eine zukünftige Diskussion eröffnet werden, die der Europazentriertheit deutscher Lehrbuchverlage entgegen wirkt. Zukünftig sollten Lehrwerke konzipiert werden, die für den Einsatz in Asien geeignet sind. Angesichts des Aufwandes, der mit einem gut durchdachten Lehrbuch einhergeht, ist zu erwägen, ob es sinnvoll ist, in länderübergreifenden Kooperationsgemeinschaften ein gemeinsames Lehrbuch zu entwickeln, das den unterrichtlichen Rahmenbedingungen der Beteiligten Rechnung trägt und den Bedürfnissen der Lernenden entgegen kommt. ![]() Bibliographische Angaben zu den Lehrbüchern, aus denen die Beispiele entnommen wurden:
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